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20/06/2016 - Die UPC eröffnet den ersten akustischen Tunnel in Europa, um herauszufinden, wie das Gleichgewicht der Ozeane wiederhergestellt werden kann
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El Labor für Bioakustische Anwendungen (LAB), verbunden mit Technische Hochschule für Ingenieurwesen in Vilanova i la Geltrú (EPSEVG), ist das weltweit erste wissenschaftliche Zentrum für Meereslärmüberwachung und ist international anerkannt für seine Arbeit an der Untersuchung der Auswirkungen der Lärmbelastung auf die Tiere. Der akustische Tunnel mit einer Kapazität von mehr als 150.000 Litern simuliert die Bedingungen des Ozeans, so dass die Forscher in der Lage sind, das, was in der Meeresumwelt passiert, auf Laborebene neu zu erschaffen, ohne in die Studiengebiete zu wechseln, um die Instrumente zu testen.

Die Eröffnungsveranstaltung fand am 15. Juni um 12.00 Uhr statt, mit einem Besuch des Rektors der UPC, Enric Fossas, der begrüßt hat. Michel André, Forscher und Direktor des LAB, wurde später angesprochen. Frederic Vilà, Direktor der Technischen Ingenieurschule Vilanova i la Geltrú (EPSEVG), und Bürgermeisterin von Vilanova i la Geltrú, Neus Lloveras, zuständig für den Abschluss der Veranstaltung. 

 

Vom Ebro zum Amazonas

 

Der Tank ist ein wichtiger Fortschritt für die Forschungsprojekte dieses Labors unter der Leitung von Michel André, da er es ermöglicht, die technische Ausrüstung getreu zu testen und zu kalibrieren, bevor er in die Studiengebiete verlegt wird. Eines dieser Projekte wird im Amazonasgebiet durchgeführt und konzentriert sich auf die Erhaltung von rosa Delphinen, die derzeit durch menschliche Aktivitäten bedroht sind. Die Einführung "intelligenter" akustischer Sensoren im Fluss und im Dschungel, wenn diese unter Wasser sind, ermöglicht es, die Bewegungen der Meeressäugetiere zu überwachen, ihre Verteilung zu verstehen und auf Bedrohungen aufmerksam zu machen, die ihren Populationen nahe sind. Das Projekt besteht darin, ein Netz von Schallstationen einzurichten, die akustische Daten in Echtzeit erfassen und analysieren und an die in Vilanova i la Geltrú installierten LAB-Server übertragen können. Dieses Netz besteht seit Juli 2015 aus vier Akustikstationen und wird in Zukunft Dutzende von Akustikstationen umfassen. Michel André sagte: "Diese Technologie ermöglicht es, Sensoren zu kalibrieren, die wie intelligente Ohren sind, die die akustischen Geräusche des Meeresbodens erfassen, und die Gefahr der Lärmbelastung im Leben der Meerestiere zu warnen."

 

Die Untersuchung der Pest der Apfelschnecke, eine Art Amphibien-Invertebrate, die im Ebro-Delta verbreitet ist und für die Reisfelder in der Gegend schädlich ist, ist ein weiteres Projekt, bei dem der akustische Tunnel genutzt werden soll. In früheren Studien hat das LAB gezeigt, dass die menschliche Aktivität auf See zu schweren Hörschäden bei Kopffüßern führt, da sie Schallinformationen zum Essen und Reproduzieren verwenden. In diesem Sinne hat er geprüft und nachgewiesen, dass die Empfindlichkeit bei der Lärmexposition von Apfelschnecken ähnlich ist wie bei Kopffüßern, da es sich auch um Wirbeltiere handelt und über dieselben Sinnesorgane verfügt, die für das Gleichgewicht und die Position verantwortlich sind.

 

Unter Nutzung dieser Daten kann "das LAB dazu beitragen, die Pest im Delta zu beseitigen, indem es das eindringliche Tier auf einen angemessenen Klang aussetzt, der es nicht erlaubt, in der Gegend zu leben, da es ihnen nicht in der Lage wäre, sich zu ernähren oder sich zu vermehren," erklärt Michel André. Durch die Verwendung des Akustiktunnels können sie die Kombination von Parametern wie Expositionszeit, Amplitude und Schallfrequenzen bestimmen, die es ermöglichen, den Schädling zu beseitigen, ohne den Rest des Ökosystems zu schädigen.

 

Dieses Projekt kann auch einen internationalen Fortschritt bedeuten, denn der Apfelschnecke, der als Lebensmittel nach Asien eingeführt wurde, ist eine Plage in Taiwan und Japan, und es hat sich gezeigt, dass sein Verzehr sogar Krankheiten verursachen kann.

 

Die Begrenzung der negativen Auswirkungen auf Meerestiere, die sich aus dem Bau von Windparks in Japan ergeben, ist das Ziel eines weiteren der wichtigsten Projekte des LAB. Nach dem Atomunfall in Fukushima setzt die japanische Regierung derzeit auf erneuerbare Energien als Alternative zur Kernenergie und insbesondere für Meereswindparks.

 

In den Prozess des Baus der Windmühlen werden hohe Lärmbelastungen für die Meeresfauna eingeführt. Das LAB erkennt und identifiziert in Echtzeit das Vorhandensein von Tierarten, die für akustische Auswirkungen empfänglich sind. Mit dieser Technologie und mit der Einführung von Risikomanagementmodellen trägt das LAB dazu bei, die schädlichen Auswirkungen auf Meerestiere abzumildern. Ebenso ist die Studie zur Bekämpfung von Lachsparasiten in Norwegen eine weitere Forschungslinie des LAB mit der neuen wissenschaftlichen Infrastruktur.

 

 

Spitzentechnologie in Europa

 

Die neue Infrastruktur mit einer Abmessungen von 9m x 4m x 4m ist auf Trägern aufgehängt, die sie von den von der Umgebung übertragenen Vibrationen abschirmen, und ihre Wände werden aufgesaugt, um die akustische Reflexion (wie in den anekischen Kameras) zu begrenzen. Die Konstruktion und die Merkmale des Tunnels ermöglichen es, die natürliche Meeresumgebung unter allen Bedingungen zu simulieren und somit die akustischen Sensoren entsprechend den Eigenschaften der einzelnen Prüfbereiche zu kalibrieren. Diese Sensoren werden verwendet, um natürliche, biologische und künstliche Schallquellen zu erfassen.

 

Bereit, Salzwasser zu enthalten, ist dieser Tank so konzipiert, dass er die Toleranzgrenzen des künstlichen Lärms der Meeresfauna erfahren kann.

 

Die Einrichtung wurde aus EFRE-Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit sowie aus Eigenmitteln des LAB finanziert. 

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Büro von Mitjans de Communications

Universitat Politètecnica de Catalunya


Quelle


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