
Die Schaffung neuer Lebensformen ist nicht mehr nur eine Utopie der Science-Fiction, sondern auch eine Forschungsmaterie in einer Wissenschaft, die verspricht, in schillernden Schritten voranzukommen: der synthetischen Biologie.
"Wir haben die Biologie digitalisiert," sagte der Pionier der Genetik Craig Venter im Mai 2010, als er eine synthetische Rekonstruktion des Bakteriums Mycoplasma Mycoides vorstellte: der erste lebende Organismus mit einem vollständig vom Computer entwickelten Genom, das künstlich hergestellt und in ein Bakterium derselben Familie eingeführt wurde. "Wir beginnen nun, ein neues Leben zu schaffen," sagte der Wissenschaftler und fügte hinzu: "Vielleicht kommen wir in das Zeitalter des Entstehens neuer biologischer Arten, die auf digitalem Design basieren."
Mosaikteile
"Synthetische Biologie" wird die neue Disziplin genannt, die sich in den letzten Jahren als Forschungsgebiet in den Biowissenschaften etabliert hat. Sie verbindet molekulare, chemische, genetische, Biotechnologie, Ingenieurwesen und Informatik. Die Grundlage besteht darin, die Biologie aus Sicht des Ingenieurs zu beobachten und Lebewesen und ihre Prozesse als funktionelle Einheiten von Biosystemen zu analysieren.
Die Spezialisten für synthetische Biologie versuchen, die konstituierenden Bestandteile biologischer Systeme zu entdecken und sie synthetisch nachzuahmen oder ihnen neue Komponenten hinzuzufügen. Schließlich versuchen sie auch, mit diesen Teilen neue biologische Systeme zu bauen. Das große Ziel ist es, in ferner Zukunft in der Natur noch nicht vorhandene Zellen, Bakterien oder sogar noch komplexere lebende Organismen zu schaffen, die die Eigenschaften aufweisen, die ihnen die synthetische Biologie verliehen hat.
Es gibt viele Visionen von der Anwendung solcher synthetischen Organismen, wie z. B. die Erzeugung von Brennstoffen, ohne Öl oder die Erzeugung von Energie durch biologische Prozesse. Es ist keineswegs sicher, ob solche Projekte jemals durchgeführt werden. Die Wissenschaftler konzentrieren sich noch immer hauptsächlich auf die theoretische Forschung. Aber die Experten hoffen, daß sich, wie es bei der Computer- und Informatiktechnik der Fall ist, auch die synthetische Biologie in den kommenden Jahren exponentiell entwickeln wird.
Anfangsimpuls
In Deutschland entstand das Konzept der "synthetischen Biologie" bereits in den späten 70er und frühen 80er Jahren, das mit der Entdeckung bestimmter Enzyme verbunden war, die es ermöglichen, DNA-Moleküle zu trennen und sie in eine andere Kombination zu vereinen. Der Hauptimpuls kam jedoch aus den raschen Fortschritten, die in den letzten Jahren bei der Dekodierung von Genomen und im Bereich der DNA-Synthese erzielt wurden.
Einerseits sind die Kosten für diese Prozesse kontinuierlich gesunken. Aber andererseits ist klar, dass die Entschlüsselung von Genomen nicht viel dazu beitragen kann, das Rätsel darüber zu lösen, wie genetische Informationen in "Leben" übersetzt werden, welche Prozesse in den Zellen stattfinden und welche Rolle sie spielen.
Die lebendigen Systeme in all ihrer Komplexität zu erfassen und damit die Grundlagen dafür zu schaffen, dass sie manipuliert und programmiert werden können, ist die Aufgabe der Arbeit von Professor Sven Panke, einem der renommiertesten Experten für synthetische Biologie in Deutschland.
Mit seinem Team an der Technischen Universität Zürich, unter anderem mit den sogenannten "orthogonalen Biosystemen." Die Forscher versuchen, Teile des Systems in Zellen zu isolieren und zu modifizieren, ohne sich auf andere funktionelle zelluläre Verbindungen zu auswirken. Kurz gesagt, es geht darum, die Möglichkeit zu schaffen, unabhängige biologische Teile frei zu kombinieren.
Weitere Projekte betreffen die Entwicklung neuer Mikroorganismen zur Synthese von Chemikalien für industrielle Zwecke. Aber das bisher bekannteste und reichste Ergebnis der Arbeit am Institut in Sven Panke ist der synthetische Organismus "e-lemming," ein Bakterium, dessen Bewegungen durch Licht ausgelöst werden können.
Autorin: Lydia Heller /Emilia Rojas
Ausgabe: Paul Kummetz
Oracle acaba de emitir una alerta de seguridad para corregir la vulnerabilidad CVE-2026-91403, que afecta al componente Java Secure Socket Extension (JSSE) de versiones concretas de Oracle Java SE y GraalVM. La compañía le asigna una puntuación de 9,1 sobre 10 en CVSS 3.1. La matriz de riesgo señala que la vulnerabilidad puede explotarse por red sin autenticación y que,...
Acuerdo provisional sobre el mercado europeo de carbono El Consejo de la Unión Europea y el Parlamento Europeo alcanzaron el 20 de octubre de 2026 un acuerdo político provisional para modificar las reglas de invalidación de derechos de emisión en la Reserva de Estabilidad del Mercado (MSR), integrada en el régimen de comercio de derechos de emisión de la Unión...
El Consejo General de Colegios Oficiales de Graduados e Ingenieros Técnicos Industriales de España (COGITI) ha remitido documentación actualizada a octubre de 2026 sobre las atribuciones profesionales de los ingenieros técnicos industriales y de los graduados en Ingeniería con titulaciones habilitantes. El Colegio Oficial de Ingenieros Técnicos Industriales de Zamora ha difundido la comunicación entre sus colegiados. Los documentos toman...
Miguel Ángel Carrera, Ixone Angulo y Bebidas PepsiCo, S. L. han sido anunciados como ganadores de la primera edición de los Premios de Ingeniería e Industria de Euskadi, impulsados por el Consejo Vasco de Ingeniería Industrial, integrado por los colegios oficiales de Álava, Bizkaia y Gipuzkoa. Miguel Ángel Carrera ha sido distinguido como Ingeniero del Año por su trayectoria profesional....
El programa NAVISP impulsa técnicas de aprendizaje automático para identificar señales anómalas en sensores cuánticos destinados a posicionamiento, navegación y sincronización. Un nuevo enfoque para la navegación de precisión La Agencia Espacial Europea, a través de su programa NAVISP, impulsa el proyecto AI for Anomaly Detection in Multi-Sensor PNT, orientado a detectar comportamientos anómalos en sensores cuánticos empleados en sistemas...
In compliance with the Spanish Law on Information Society Services and Electronic Commerce (LSSI) and European Directive 2009/136/EC, we inform you that this website uses cookies to make browsing easier and improve the user experience.
A cookie is a file downloaded to your computer when you access certain websites. Cookies allow a website to store and retrieve information about a user's or device's browsing habits. Depending on the information they contain and how the device is used, they may be used to recognise the user.
You can allow, block or delete cookies installed on your computer by changing your browser settings.
Once informed about the cookie policy, you can accept this website's use of cookies. You may change your settings at any time by configuring your browser to accept or reject cookies, or to notify you when a server wishes to store a cookie.
If you block or reject cookies, some services may be unavailable, you may be unable to access certain services or you may not be able to make full use of this website. In addition to our own cookies, we allow third parties to set and access cookies on your computer.
Thank you for accepting cookies. This helps us obtain more accurate data to improve the content and usability of the website.
If this website provides a special service with specific provisions on personal data protection and cookie use, those particular provisions will take precedence over this policy for that service.
When you first access this website, a window informs you about cookie use and lets you read this cookie policy. If you expressly accept cookies, continue browsing or click a link, you will be deemed to have accepted this cookie policy and the installation of cookies on your computer or device.
We may update this website's cookie policy. We recommend reviewing it each time you visit so that you remain informed about how and why we use cookies. The cookie policy was last updated on 2 September 2013.