MENÜ SCHLIESSEN

Wichtige Nachrichten

10/03/2012 - Terzan 5, der Neutronenstern, der den Astrophysikern "gehorcht"
Menéame
Compartir en Facebook Send to a friend

 

Eine Forschung unter Leitung des Spaniers Manu Linares vom MIT hat den ersten Neutronenstern entdeckt, der nach dem theoretischen Modell der 70er Jahre explodiert. Der Fund offenbart unveröffentlichte Details über die Bedeutung der Rotation in Sternexplosionen.

 

Physiker bezweifeln Details, die nicht zu Ende passen. Sie können sie nicht ignorieren, wie klein sie auch sind. Sie fürchten sie vor einem grundlegenden Fehler in ihren Modellen und Theorien. Nach mehr als drei Jahrzehnten der Unsicherheit atmen die Neutronenstern-Experten dank der Studie, die im Astrophysical Journal vom spanischen Manu Linares vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) veröffentlicht wurde, ein wenig ruhiger.

 

Terzan 5 ist der erste Neutronenstern, der sich so verhält, wie es die Theorie vorhersagt: bei größerer Absonderung, häufigere Explosionen

 

Das Geheimnis der Neutronensterne war wie folgt: Seit den 70er Jahren haben die Astrophysiker sie aus den Explosionen in ihren äußeren Schichten studiert. Aber die Neutronensterne explodierten nicht so, wie sie dachten, sie sollten es tun. Bis Terzan 5, die Linares studiert hat, ihnen eine Freude bereitet hat.

 

 

Energiepumpen

 

Neutronensterne sind das dichteste beobachtbare Objekt, das es im Universum gibt. Es sind Massen wie unsere Sonne, aber komprimiert im Umkreis von 8 bis 15 Kilometern. In ihrem Innern ist die Schwerkraft Billionenmal größer als die Erdkraft. Der gewaltige Druck kompiliert die Atome, bis Protonen und Elektronen sich durch die Bildung von Neutronen schmelzen. Temperatur und Dichte sind so extrem, dass diese Neutronen sich brechen und ihre Quarks freilassen könnten.

 

Die Astrophysiker sind sehr daran interessiert, dass ihre Bedingungen nirgendwo sonst im beobachtbaren Universum existieren. "Es ist wie ein natürliches Labor, das uns erlaubt, die Gesetze der Physik in einem Bereich von Energien, Dichten und unerreichbaren Magnetfeldern auf der Erde zu erforschen," erklärt Manu Linares SINC.

 

 

Teufelskreis bis zur Explosion

 

Wenn sich ein Neutronenstern in der Nähe eines anderen konventionellen Sterns befindet, absorbiert er Plasma aus seinen äußeren Schichten, das auf der Oberfläche des Neutronensterns bis zu 100 kg Materie pro Sekunde und Quadratzentimeter verdichtet wird. Während sich diese Materie ansammelt, wird die Dichte intensiver, die Temperatur wächst, und es werden heftige thermonukleare Reaktionen ausgelöst.

 

Wasserstoffatome verschmelzen in Helium, und Heliumatome werden in schwerere Atome fusioniert. Es sind extreme Bedingungen, aber für eine Weile ist der Prozess stabil: Die Energie wird vom Stern in dem gleichen Tempo, wie er erzeugt wird, zerstreut.

 

"Alle bisher untersuchten Neutronensterne drehten sich mit einer Frequenz von 200 bis 600 Rotationen pro Sekunde. Terzan 5 dagegen macht es nur bei 11 Drehungen pro Sekunde."

 

Wenn jedoch eine kritische Masse an der Oberfläche des Neutronensterns erreicht wird, werden diese Reaktionen instabil: Es entsteht schneller Energie, als es entkommen kann.

 

Dann wird der Prozess dramatisch beschleunigt und in einen Teufelskreis eindringen: mehr Fusionsreaktionen, mehr Dichte, mehr Temperatur; mehr Fusionsreaktion, mehr Dichte und mehr Temperatur; bis innerhalb von Sekunden eine brutale Explosion eintritt, die unter anderem die Röntgenstrahlen erzeugt, die von den Astrophysikern bei der Erforschung der Neutronensterne verwendet werden.

 

Es ist jedoch anzunehmen, daß je schneller Materie auf der Oberfläche des Sterns gesammelt wird, desto eher wird die kritische Masse erreicht werden, und desto häufiger werden Explosionen auftreten. Doch bei 100 Neutronensternen, die von den 70er Jahren bis heute untersucht wurden, war dies bis zu Manu Linares Arbeit nie gelungen.

 

"Wir stellten fest, daß bei langsamer Materialausscheidung Explosionen stattgefunden haben, wie es das Modell vorhersagte. Aber wenn er schnell ansammelte, waren die Explosionen weniger häufig oder gar nicht vorhanden. Und wir verstanden nicht, warum," erklärt Linares.

 

 

Rotation ist der Schlüssel

 

In der Studie, die am 20. März 2012 in The Astrophysical Journal veröffentlicht wurde, schlagen die Forscher des MIT, der McGill University, der Minnesota University und der Amsterdamer Universität eine Erklärung für das Geheimnis des Explosionsmangels vor.

 

"Der Schlüssel ist in der Rotation," erklärt Linares. "Alle bisher untersuchten Neutronensterne drehten sich mit einer Frequenz von 200 bis 600 Rotationen pro Sekunde. Terzan 5 dagegen macht es nur bei 11 Drehungen pro Sekunde."

 

Terzan 5 ist der erste Neutronenstern, der sich so verhält, wie es die Theorie vorhersagt: bei größerer Absonderung ist es häufiger. Der größte Unterschied zu den bisher beobachteten ist die relativ langsame Rotationsgeschwindigkeit.

 

"Dies zwingt uns zu denken, dass wir in unseren Modellen zur Beschreibung von Neutronensternen die Rotation unterschätzt haben," nuanciert Linares. Dies wird eine Überprüfung der aktuellen Modelle erfordern.

 

 

Details sind wichtig.

 

Es gibt mehrere Hypothesen zu erklären, warum hohe Rotationsgeschwindigkeiten Explosionen in Neutronensternen verhindern. Die Reibung zwischen den Schichten könnte bei größerer Rotation zu einer lokal erhöhten Temperatur führen, die die thermonuklearen Reaktionen beeinflusst. Eine weitere Option ist das Auftreten von Turbulenzen, die den Inhalt von höheren und inneren Schichten vermischen.

 

Manu betont, dass "die Entstehung von thermonuklearen Explosionen von entscheidender Bedeutung ist, weil es genau das ist, was wir für die Untersuchung des Inneren von Neutronensternen verwenden."

 

Wir verstehen nicht genau, wie sich Materie zu Energien verhält, die so hoch sind wie die im Inneren eines Neutronensterns. Ein Detail, wie man seine genaue Größe kennt, kann uns zeigen, wie sehr Partikel verdichtet sind und wie unsere physikalischen Gesetze unter diesen Bedingungen eingehalten werden.

 

"Die Natur bietet uns ein einzigartiges Labor, aber um Schlußfolgerungen ziehen zu können, müssen wir verstehen, wie das Experiment funktioniert," schließt Linares.


Quelle


Weitere Branchennachrichten

23/10/2026 - La UJI conecta la investigación en materiales avanzados con la industria en la VII Jornada UCIE-INAM

El Instituto de Materiales Avanzados (INAM) de la Universitat Jaume I de Castellón programó para el 1 de octubre de 2026 su VII Jornada de Transferencia Tecnológica UCIE-INAM, bajo el lema «De la investigación básica al producto comercial». La convocatoria se centró en acercar los resultados de la investigación a empresas, profesionales y agentes de innovación. Del laboratorio a las...


Weitere Informationen

23/10/2026 - La ingeniería aeronáutica analiza en Vitoria la construcción de una cadena industrial global desde Euskadi

La Asociación de Ingenieros Aeronáuticos de España, en colaboración con el Colegio Oficial de Ingeniería Industrial de Álava, organizó hoy viernes 23 de octubre de 2026 la Conferencia Heraclio Alfaro 2026, centrada en el desarrollo de la industria aeronáutica vasca y su proyección internacional. Industria, liderazgo y cadena de suministro La conferencia lleva por título «Juan Ignacio (Iñaki) López Gandásegui:...


Weitere Informationen

23/10/2026 - La UMH presenta COGNITRAIN, un sistema de entrenamiento cognitivo con inteligencia artificial y señales cerebrales

Investigadores de la Universidad Miguel Hernández de Elche (UMH) presentaron el proyecto COGNITRAIN, una propuesta de entrenamiento cognitivo que combina inteligencia artificial, registro de actividad cerebral y aplicaciones interactivas. La iniciativa se orienta especialmente a personas mayores y explora formas de hacer más accesibles estas tecnologías. Cómo funciona la tecnología El sistema utiliza electroencefalografía (EEG), una técnica no invasiva que...


Weitere Informationen

22/10/2026 - Oracle publica una alerta crítica por la vulnerabilidad CVE-2026-91403 en Java y GraalVM

Oracle acaba de emitir una alerta de seguridad para corregir la vulnerabilidad CVE-2026-91403, que afecta al componente Java Secure Socket Extension (JSSE) de versiones concretas de Oracle Java SE y GraalVM. La compañía le asigna una puntuación de 9,1 sobre 10 en CVSS 3.1. La matriz de riesgo señala que la vulnerabilidad puede explotarse por red sin autenticación y que,...


Weitere Informationen

22/10/2026 - La UE acuerda elevar a 700 millones el umbral de invalidación de derechos de emisión en su reserva de estabilidad

Acuerdo provisional sobre el mercado europeo de carbono El Consejo de la Unión Europea y el Parlamento Europeo alcanzaron el 20 de octubre de 2026 un acuerdo político provisional para modificar las reglas de invalidación de derechos de emisión en la Reserva de Estabilidad del Mercado (MSR), integrada en el régimen de comercio de derechos de emisión de la Unión...


Weitere Informationen


Banner Bolsa de Trabajo
ACNUR Submeter ESI

This website uses cookies to make browsing easier and improve the user experience.

This website uses its own and third-party cookies to offer a better experience and service.
By browsing or using our services, you accept our use of cookies. You can change your cookie settings at any time. Cookie-Richtlinie

Accept cookies

COOKIE POLICY

In compliance with the Spanish Law on Information Society Services and Electronic Commerce (LSSI) and European Directive 2009/136/EC, we inform you that this website uses cookies to make browsing easier and improve the user experience.

WHAT ARE COOKIES?

A cookie is a file downloaded to your computer when you access certain websites. Cookies allow a website to store and retrieve information about a user's or device's browsing habits. Depending on the information they contain and how the device is used, they may be used to recognise the user.

WHAT TYPES OF COOKIES DOES THIS WEBSITE USE?

  • Performance cookies: These cookies improve your browsing experience and optimise the website. They store service settings so that you do not need to configure them again each time you visit.
  • Analytics cookies: These cookies, managed by us or third parties, help count users and statistically analyse how they use the service. Browsing activity is analysed to improve the products or services we offer.

HOW TO MANAGE COOKIES IN YOUR BROWSER

You can allow, block or delete cookies installed on your computer by changing your browser settings.

ACCEPTING COOKIES

Once informed about the cookie policy, you can accept this website's use of cookies. You may change your settings at any time by configuring your browser to accept or reject cookies, or to notify you when a server wishes to store a cookie.

If you block or reject cookies, some services may be unavailable, you may be unable to access certain services or you may not be able to make full use of this website. In addition to our own cookies, we allow third parties to set and access cookies on your computer.

Thank you for accepting cookies. This helps us obtain more accurate data to improve the content and usability of the website.

If this website provides a special service with specific provisions on personal data protection and cookie use, those particular provisions will take precedence over this policy for that service.

When you first access this website, a window informs you about cookie use and lets you read this cookie policy. If you expressly accept cookies, continue browsing or click a link, you will be deemed to have accepted this cookie policy and the installation of cookies on your computer or device.

UPDATES TO OUR COOKIE POLICY

We may update this website's cookie policy. We recommend reviewing it each time you visit so that you remain informed about how and why we use cookies. The cookie policy was last updated on 2 September 2013.