
Ein Jahr nach der Katastrophe in Fukushima hat die Kernenergie in der Schweiz keine Zukunft, keine politische Partei unterstützt den Bau neuer Kraftwerke. Obwohl nicht klar ist, welchen Weg es gehen soll, ist die nukleare Aufgabe eine große Herausforderung, und das erste Beispiel: Das Kraftwerk Mühleberg (Bernerich-Kanton) wird nach Juni 2013 nicht mehr einsatzbereit sein.
Die Demokratische Union des Zentrums (UDC, konservative Rechte), die ursprünglich zu übereilt die Entscheidung über den Ausstieg aus der Kernenergie beurteilte, schließt die Idee nicht mehr aus. "Der Kurswechsel ist aufgrund der Mehrheiten im Parlament irreversibel," so Vizepräsident Guy Parmelin. Die radikalen Liberalen stimmen darin überein. "Nach Fukushima haben wir erkannt, dass wir keine Mehrheit der Bevölkerung erreichen würden, um die Kraftwerke durch aktuelle Technologien zu ersetzen," so der Abgeordnete Jacques Burgeois.
Zu diesem ungünstigen politischen Klima für die Kernenergie kommen zwei praktische Aspekte hinzu. "Der Bau einer Anlage ist sehr lang," so der sozialdemokratische Abgeordnete Roger Nordmann. "Selbst wenn die Befürworter der Kernenergie die Genehmigung eines fünfjährigen Bauprojekts erhalten, könnte die neue Anlage nicht vor 2040 funktionieren. Aber unsere Kernkraftwerke sind zu alt, um bis zum Ende ihrer Lebensdauer aktiv zu bleiben. Es ist daher sicher, dass es eine Phase ohne nukleare Versorgung geben wird."
Widerstandssymbol
Die Regierung sieht die Stilllegung des letzten Reaktors bis 2034 vor. In Mühleberg, wo sich das älteste Kraftwerk des Landes befindet, könnte sich die Lage beschleunigen.
Obwohl die Entscheidung des TAF noch vor dem Bundesgericht angefochten werden kann, scheint alles darauf hinzuweisen, dass die Pflanze des Kantons Bern - die bei mehreren kleineren Unfällen aufgetreten ist - die Tage gezählt hat. Hunderte Millionen Francs werden für ihre Konformität benötigt.
Hinzu kommt eine starke politische Opposition. In Bern wurde eine kantonale Initiative vorgestellt, die eine sofortige Schließung fordert. Die Linke und die Umweltparteien unterstützen die Idee. "Wir müssen sie dringend schließen," so Isabelle Chevalley, Abgeordnete der Liberalen Grünen. "Deutschland hat ein Kraftwerk mit einem ähnlichen Problem geschlossen. In der Schweiz sind wir mit jedem Dreckskerl zufrieden."
Die Rechte hingegen vertraut auf die Entscheidungen der Aufsichtsbehörde, wonach Mühleberg weiterhin tätig werden kann, wenn die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden. Die Entscheidung liegt in den Händen der Gerechtigkeit.
Die Debatte über das kleine Kernkraftwerk überrascht Christophe Darbellay nicht. "Es gibt viel Polemik, denn dieses Kraftwerk ist ein Symbol für den antinuklearen Widerstand," so er.
Energieeinsparung und neue Energiequellen
Die politischen Vertreter sind der Ansicht, dass es zwei Möglichkeiten gibt, um die Auswirkungen der Atomabschaltung abzumildern. Erstens, Energieeinsparungen. "Das ist die erste Anstrengung, die getan werden muss," schreibt Christophe Darbellay. "Die Studien haben gezeigt, dass die Hälfte der Kernproduktion allein in der Industrie sparsam sein könnte."
"Nur elektrische Geräte in Standby (Warteverbrauch) ermöglichen es, das Äquivalent von mehr als einem Kraftwerk zu sparen. Dies zeigt uns, wo wir handeln müssen," betont der Vorsitzende der Schweizer Ökologistischen Partei, Ueli Leuenberger.
Ein weiterer Weg ist die Entwicklung der erneuerbaren Energien. "Ihr technisches Potenzial geht weit über die derzeitige Kernenergie hinaus," so Roger Nordmann. "Alle stimmen darin überein, dass Photovoltaik-Panels die Hälfte der nuklearen Versorgung ersetzen werden, da sie eine einfache und immer wirtschaftlichere Quelle ist. Aber auch Wind-, Wasser- und Biomasse müssen in Winterzeiten entwickelt werden."
"Trotzdem ist alles möglich, um schnell voranzukommen," so Leuenberger. "Auf unserer Website zeigen wir ein Szenario für den Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2020. Wir haben nichts erfunden. Wir nehmen einfach die Arbeiten der Wissenschaftler und der Bundesverwaltung. Was wir brauchen, ist politischer Wille."
Die technischen Aspekte sind jedoch nicht alles. Die verschiedenen Vertreter der Rechten halten es für unerlässlich, dass die Energieversorgungssicherheit des Landes nach den Worten von Jacques Bourgeois zu "wettbewerbsfähigen Preisen" gesichert wird.
Ein langer Prozess
Die Regierung und das Parlament haben bereits diesen politischen Willen zum Ausdruck gebracht, die Kernenergie aufzugeben. Es ist jetzt an der Zeit, sie in die Praxis umzusetzen, was nicht leicht sein wird. "Die Absichten sind sehr schön," sagt Guy Parmelin. "Aber wenn ich die Langsamkeit der Verfahren sehe, denke ich, dass wir auf unangenehme Überraschungen stoßen können."
Die politische Welt steht zurzeit auf dem Plan. Er erwartet den Bericht der Regierung, um konkrete Informationen darüber zu erhalten, wie man die Kernenergie schrittweise aufgeben kann: Gesetzesänderungen, Energiesparmaßnahmen, Kosten, Zeitplan usw. Dieses Dokument wird im September vorgelegt.
Der Bericht wird zur Konsultation vorgelegt. Die Regierung ergänzt den Entwurf, bevor sie ihn dem Parlament übermittelt. Unter Berücksichtigung aller Stufen ist es sehr wahrscheinlich, dass das Maßnahmenpaket zur Ersetzung der Kernenergie nicht vor dem 1. Januar 2016 in Kraft tritt.
Die Langsamkeit des Prozesses beunruhigt einige Politiker, insbesondere von links. "Es gibt noch keine Mehrheit, die sich eindeutig für eine Beschleunigung des Atomausstiegs ausgesprochen hat," so Ueli Leuenberger. "Die Dauer des Prozesses stellt ein großes Problem für die Entwicklung erneuerbarer Energien dar; die derzeitigen Ressourcen sind nur bis Mitte 2013 abgedeckt," so Roger Nordmann.
"Es ist unbedingt notwendig, zumindest eine teilweise Entriegelung zu haben; andernfalls wird die Entwicklung der erneuerbaren Energien vor dem Start gestoppt."
Quellen: Mehrere / Swissinfo
El Colegio Oficial de Ingenieros Industriales de Aragón y La Rioja (COIIAR) acogió en su sede de Zaragoza la conferencia «Soberanía tecnológica y dependencia externa: impacto de la tecnología, la industria, la cadena de suministro y la financiación en el “alistamiento” de la defensa europea», impartida por el vicealmirante del Cuerpo de Ingenieros de la Armada y doctor ingeniero de...
El CDTI Innovación ha difundido una oportunidad de cooperación tecnológica entre España y China para impulsar el desarrollo de maquinaria inteligente destinada a túneles, minería y otros trabajos de construcción subterránea. La iniciativa busca incorporar a una empresa española con capacidades propias de investigación, desarrollo e innovación a un consorcio que plantea diseñar, fabricar y validar sistemas de mayor precisión...
El Ministerio de Transportes y Movilidad Sostenible ha establecido unas nuevas bases comunes para determinados procesos selectivos de los subgrupos A1 y A2, entre ellos los correspondientes al Cuerpo de Ingenieros Aeronáuticos y al Cuerpo de Ingenieros Técnicos Aeronáuticos. La resolución, fechada el 15 de octubre de 2026 y publicada en el Boletín Oficial del Estado el día 28, reorganiza...
El Colegio de Ingenieros de Caminos, Canales y Puertos ha constituido un comité técnico para seguir la evolución de las informaciones relativas al accidente ferroviario ocurrido en Urda, en la provincia de Toledo, y contribuir a la identificación de medidas correctoras que refuercen la seguridad y el funcionamiento del sistema. La primera reunión del grupo se celebró el 29 de...
La undécima edición de Egurtek, Foro Internacional de Arquitectura y Construcción en Madera, ha reunido en Bilbao a profesionales de la ingeniería, la arquitectura, la industria forestal y la edificación para analizar las aplicaciones contemporáneas de la madera. La cita, programada los días 28 y 29 de octubre de 2026 en Bilbao Exhibition Centre, cuenta con la colaboración de la...
In compliance with the Spanish Law on Information Society Services and Electronic Commerce (LSSI) and European Directive 2009/136/EC, we inform you that this website uses cookies to make browsing easier and improve the user experience.
A cookie is a file downloaded to your computer when you access certain websites. Cookies allow a website to store and retrieve information about a user's or device's browsing habits. Depending on the information they contain and how the device is used, they may be used to recognise the user.
You can allow, block or delete cookies installed on your computer by changing your browser settings.
Once informed about the cookie policy, you can accept this website's use of cookies. You may change your settings at any time by configuring your browser to accept or reject cookies, or to notify you when a server wishes to store a cookie.
If you block or reject cookies, some services may be unavailable, you may be unable to access certain services or you may not be able to make full use of this website. In addition to our own cookies, we allow third parties to set and access cookies on your computer.
Thank you for accepting cookies. This helps us obtain more accurate data to improve the content and usability of the website.
If this website provides a special service with specific provisions on personal data protection and cookie use, those particular provisions will take precedence over this policy for that service.
When you first access this website, a window informs you about cookie use and lets you read this cookie policy. If you expressly accept cookies, continue browsing or click a link, you will be deemed to have accepted this cookie policy and the installation of cookies on your computer or device.
We may update this website's cookie policy. We recommend reviewing it each time you visit so that you remain informed about how and why we use cookies. The cookie policy was last updated on 2 September 2013.